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	<title>Deutsch &#8211; Mustafa Armağan &#8211; Kişisel Web Sitesi</title>
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		<title>Ein Kalif, der eine Oper für Wagner baute</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mustafa Armağan]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Sep 2010 09:40:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein Kalif, der eine Oper für Wagner baute Verfasst, von Bilal Erkin am 30. November 2009 &#8220;Das Spielen der Komposition Barcarolle vom Kalifen in London, versetze die gesamte englische Presse in Verwunderung&#8221; Emre ARACI Es ist der 7. April 1869. Der Wagen des walesischen Prinzen, der später als Edward VII. den Thron besteigen wird, setzt sich langsam mit einem Festzug, dessen glitzernde Fahrzeuge starke Pferde zogen, in Bewegung. Die lautstarken Freudenkundgebungen der Menschen, die sich in Reihen neben den Fahrzeugen aufgestellt haben, vermischen sich mit der Melodie der englischen Nationalhymne, musiziert von der Königskapelle. Schließlich kommt der Festzug vor den Toren der Oper, dessen monumentale Fassade mit Ornamenten geschmückt ist, zum Stillstand. Prinz Edward steigt mit seiner Uniform aus dem Wagen und betritt mit seiner Frau in Begleitung des Beifalls den Saal. Dieser ist so überfüllt, dass kein Platz mehr frei ist. Alle Gäste bemühen sich, den englischen Nachfolger Prinz Edward und seine Frau zu sehen. Zur gleichen Zeit nähern sich dem Operngebäude mehrere prachtvolle Autos. Als hochrangige Bürokraten mit Fes und Redingote über den gleichen roten Teppich den Saal betreten, geraten die Anwesenden in große Aufregung. Der Nächste, der den Saal betritt, ist der osmanische Kalif Sultan Abdülaziz. Gleich wird die Oper &#8220;L&#8217;Africaine&#8221; von Meyerbeer präsentiert. Nicht falsch verstehen: dieser überwältigende Abend nach mehrtägigen diplomatischen Gesprächen findet nicht im Crystal Palace in London, sondern in Istanbul, auf der &#8220;Istiklal Caddesi&#8221; statt. Die Veranstaltung im Naum Theater, an dessen Stelle nur noch der Wind weht, war nur eines der Feierlichkeiten zu Ehren von Prinz Edward und seiner Gattin, die während seines Besuches in Istanbul veranstaltet wurden. Der Kalif, der einen Walzer komponierte Sultan Abdülaziz war ein berühmtes Beispiel für die Verzweigung in der Hochkultur der Osmanen nach der Tanzimat. Er gehörte dem Mevlevî-Orden an, praktizierte aber trotzdem künstlerische und malerische Tätigkeiten. Der Unterricht bei Yusuf Paşa, hatte ihn zum neyzen ausgebildet und er konnte außerdem Piano und Laute spielen. Daneben war er ein begabter Komponist der &#8220;leichten Musik&#8221;. Sein großes Interesse an der westlichen und östlichen Kunst und Kultur, besonders an ihrer Musik, verleitete ihn, fremde und inländische Künstler in den Palast zu holen. Dies führte dazu, dass die Kunst im osmanischem Reich ein neues Gesicht bekam und innerhalb seiner Regierungszeit, als die &#8220;goldenen Jahre&#8221; unserer Geschichte begrüßt wurde. Eine ähnliche Szene, wie oben beschrieben, erlebte Abdülaziz zwei Jahre vorher in London, welches die englische Öffentlichkeit tagelang beschäftigte. Als Ehrengast der Queen, schaute er der Oper im Crystal Palace zu und hörte die kaside, welches Luigi Arditi speziell für ihn komponierte und von 1600 Personen auf türkisch gesungen wurde. Die Stelle &#8220;O Sultan, das Volk von London sagt dir &#8216;Herzlich willkommen'&#8221;, die vom Chor so laut gesungen wurde, dass die Wände der Oper hallten, befriedigte seinen Stolz. Die Sache endete nicht nur damit, sondern die vom Sultan komponierten Werke wurden tagelang durch die königliche Kapelle in den Straßen von London gespielt. Desweiteren wurden die Noten der Walzer und Polkas, die vom Sultan stammten, in den europäischen Ländern veröffentlicht, von den Militärkapellen übernommen und an öffentlichen Veranstaltungen gespielt. Sein Werk &#8216;La Gondole barcarole‘ hatte er während seines Aufenthaltes in London komponiert und die englische Presse geriet wegen seines Einflusses in die europäische Musik dermaßen in Verwunderung, dass sie darüber tagelang berichteten. Der Kalif hilft Wagner Dr. Emre Aracı fügt mit seinem wertvollen Aufsatz eine weitere Seite zur vergessenen osmanischen Geschichte hinzu (Andante, Dezember 2003-Januar 2004). Der berühmte deutsche Komponist Richard Wagner fing 1867 mit der Erbauung eines Theaters an, worin er seine Opernstücke mit einer &#8216;innovativen Technik&#8217; aufführen wollte. Nachdem die finanzielle Hilfe des bayrischen Königs Ludwig II. nicht ausreichte, erwartete er die Hilfeleistung durch die europäische Aristokratie. Obwohl er sie an vielen Stellen beantragte, bekam er nicht die Hilfe, die er sich erhofft hatte. Hoffnungslos nahm er Kontakt mit dem osmanischen Palast auf. Dass ihn Abdülaziz sehr gut kannte und seine Werke an den Häfen von Istanbul verfolgte, konnte er natürlich nciht wissen. Etwas Unerwartetes passierte, und er erhielt eine sofortige Zusage aus Istanbul. Im Archiv von Bayreuth wird der Dankesbrief aufbewahrt, den Wagner an Abdülaziz für die finanzielle Unterstützung schickte. Die Spende im Wert von ungefähr 70.000 Euro in heutiger Zeit lenkte das Interesse vieler Künstler und Intellektueller auf den eigenartigen Charakter des Sultans und der berühmte Komponist Franz Liszt sah sich gezwungen, in einem Brief zu schreiben, dass die europäischen Herrscher und Prinzen das Verhalten des Sultans als Vorbild nehmen sollten. Nach Beendigung des Theaters in Bayreuth am 13. August 1876 kam es zur Eröffnung. Es herrschte eine rege Teilnahme der Mitglieder des europäischen Herrscherhauses und der Aristokraten und nur ein Sitzplatz blieb frei. Die Person, für dem dieser Platz reserviert wurde -Abdülaziz- war zu dem Zeitpunkt nicht mehr am Leben: zweieinhalb Monate vorher wurde er abgesetzt und später tot in seinem Zimmer aufgefunden, wo man ihn gefangen hielt. Seine Einladungskarte blieb auf seinem Sitzplatz liegen und sogar das Nichterscheinen reichte aus, Gesprächsthema des Abends zu werden. Dr. Aracı fragt hier berechtigt: &#8220;Wenn wir unwissend über unsere musischen Entwicklungen vor nur einem Jahrhundert geblieben sind und wegen diesen Informationen staunen, wie sollen wir dann unsere Zukunft auf ein sicheres Fundament bauen können?&#8221; Wo er Recht hat, hat er Recht. Nun haben wir Einiges gelernt, so lasst uns über die Werke des osmanischen Kalifen nachdenken, die während der &#8220;Zeit des Zerfalls&#8221; im Reich &#8220;in dem die Sonne nie untergeht&#8221; mit Stolz gespielt wurde, und anschließend über unsere jetzigen Führungspersonen, die sich bemühen, überall wo sie sind, Englisch zu sprechen. Gibt es wohl eine andere Nation auf der Welt, die so viel Unverdientes der eigenen Geschichte zuschreibt, als die Türkei? Pressestimmen &#8220;Der türkische Sultan als Sponsor&#8221; &#8211; Halbmond überm Grünen Hügel, 11.08.2009 in br-online Dieser Artikel ist eine genehmigte Übersetzung aus dem Buch &#8220;Osmanlı Tarihinde Maskeler ve Yüzler&#8221; von Mustafa Armağan Übersetzer: Bilal Erkin ISBN: 975-263-116-9 Verlag: Timaş Yayınları Veröffentlichungsort: İstanbul, 2007 Seiten: 240]]></description>
		
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		<title>Osmanischer Orden für einen englischen Admiral</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mustafa Armağan]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Sep 2010 09:35:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Osmanischer Orden für einen englischen Admiral Verfasst von Bilal Erkin am 2. Juli 2009 &#8211; 23:16 Es gibt fast keinen, der die Trafalgar Square in London nicht kennt. Den Namen dieses Platzes haben wird dem legendären Admiral Horatio Nelson (1805 gestorben) zu verdanken, der in die Geschichte durch seinen Sieg gegen Napoleon eingegangen ist. Die Seeschlacht von Abukir (Ebu Hur), den Nelson im Jahre 1798 gewonnen hatte, demonstrierte die Vorherrschaft Englands und wurde somit der Wendepunkt in der Weltgeschichte. In einer anderen Seeschlacht, den Admiral Nelson im selben Jahr wieder gegen Franzosen machte, verlor er seinen rechten Arm und kehrte nach einer Therapie in seiner Heimat wieder zu seiner Position als Admiral zurück. Der brutale Krieg ging weiter. Die zurückgezogenen Franzosen befanden sich nun im Mittelmeer und ihr Ziel war den Engländern nicht bewusst. Während sie versuchten dies herauszufinden, waren die Franzosen mit dem unerwarteten Befehl Napoleons auf dem Weg nach Ägypten. Im ganzen Mittelmeer hatte eine Verfolgungsjagd begonnen. Nelson hat 2 komplette Jahre nach einer Spur gesucht, die die französische Flotte überführt. Schließlich erreichte die Nachricht, dass die Franzosen, die Malta besetzt hatten, in Richtung Alexandria aufgebrochen waren. Auch in dieser Angelegenheit hatte er seine Stärke bewiesen und sofort seiner Flotte den Befehl erteilt; Sie sollten Alexandria vor Napoleon erreichen. Und dies geschah auch. Sie waren in Alexandria 2 Tage vor den Franzosen angekommen. Aber wo blieb denn nun die französische Flotte? War die Nachricht vielleicht doch falsch? Das ungeduldige Warten wurde durch einen neuen Befehl abgelöst. Zurückkehren und nochmal nach den Franzosen suchen, lautete er. Hätten sie jedoch noch ein wenig Geduld gehabt, dann hätte weder Napoleon Alexandria betreten, noch könnten sie der unschlagbaren englischen Armada entkommen. Genau in diesem Punkt ereignete sich etwas, was sehr selten in der Geschichte anzutreffen ist. Der von Alexandria zurückkehrende Nelson, sah die Franzosen nicht, die sich in 60 Meilen Entfernung Alexandria näherten und beide Flotten bewegten sich unbewusst voneinander in den Gewässern fort. Dieses Ereignis machte Napoleon Ägypten möglich. England hatte Frankreich verpasst und es musste ein ganzer Monat vergehen, bis sie wieder von ihnen hörten. Die umher kreuzenden englischen Schiffe trafen schließlich am 1. August 1798 gegen Sonnenuntergang in der Nähe des Hafens von Alexandria die Franzosen an. Typisch wie Nelson war, erteilte er den Angriffsbefehl, ohne Zeit zu verlieren. Die überfallenen Franzosen gerieten in große Panik. Auf 5 französische Schiffe feuerten 8 englische. Gegen Mitternacht, wurde die komplette französische Flotte aufgelöst; die meisten Schiffe sanken oder wurden beschlagnahmt. Während der Schlacht wurde Nelson am Kopf schwer verletzt. Aber er war so ehrgeizig, dass er nicht um seine Verletzungen sondern um die zwei geflohenen Schiffe trauerte. Napoleon, der seine Eroberungen im Westen erfolgreich durchgeführt hatte und wegen der Niederlage seiner Flotte sehr genervt war, griff zwar Akkon an, wurde aber durch Cezzar Ahmed Pascha besiegt und konnte sich im Jahre 1799 auf eine Fregatte retten und nach Frankreich fliehen. Dass die dort übrig gebliebenen französischen Soldaten durch die Engländer als Kriegsgefangene gefangen genommen wurden, sollte daher keine Überraschung sein. Diesen Sieg hat der osmanische Sultan Selim III. als Gelegenheit genutzt, um Admiral Nelson wegen seiner Hilfen mit einem Orden zu danken. Der als Geschenk gesandte &#8220;Murassâ Orden&#8221; hatte einen Anhänger aus Diamanten und in der Mitte des Ordens befand sich ein Halbmond mit Stern. Weitere Geschenke waren ein Schwert mit goldener Hülse, ein goldbeschichteter Umschlag und ein Kaffetassen-Set. Diese Geschenke des Sultan Selim III. können heute noch im englischen &#8220;National Maritime Museum&#8221; in Greenwich betrachtet werden. Den Anhänger aus Diamant, die er durch seinen Erfolg und seine Hilfe gegenüber den Osmanen bekommen hatte, trug er an besonderen Anlässen. Den Orden nahm er nie von seiner Uniform ab. Diesen Orden hatte er sogar bei sich, als er 1805 im bekannten Trafalgar Krieg Napoleon besiegte und wegen seiner schweren Verletzungen sterben musste. Nun werden Besucher, die diese wertvollen Geschenke sehen, gewiss über die Folgen eines Krieges nachdenken. Obwohl sich das Osmanische Reich in einer Zeit befand, wo sie als kurz vor dem Zusammenbruch gesehen wurde, hat es nicht versäumt, den fremdländischen Generälen einen Orden zu geben und damit in die Geschichte einzugehen. Und heute? Ich werde sprachlos&#8230; Quellen: &#8211; Abidin Daver, &#8220;Aboukir deniz harbi&#8221; in Aylık Ansiklopedi, Jahrgang: 2, Nummer: 10, 1. April 1950, S. 145-146 &#8211; Greenwich National Maritime Museum Homepage, http://www.nmm.ac.uk/collections &#8211; David Matthew, British Seamen, London 1943, William Collins &#8211; Robert Southey, The Life of Nelson, US Naval Institute Press, 1990]]></description>
		
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